
AUSSTELLUNG IN DER «BLEICHI», WOHLEN (AG), 8. MAI BIS 6. JUNI 2010
IN FLORENZ IM MUSEUM «MARINO MARINI», 29. JUNI BIS 31. JULI 2010
- SF Bericht: Tagesschau vom 10.05.2010
Historisches und Heutiges rund um den Hut. Spannende wirtschaftliche Zusammenhänge zwischen dem Freiamt, der Toskana und England in früheren Zeiten. Wie aus dem Abfallprodukt Stroh «Gold» wurde, Garnituren und Geflechte, Maschinen und Materialien. Hüte zuhauf in einer Modegeschichte. Hutmachen heute – diese und weitere Themen behandelt die attraktive Schau «Vom Halm zum Hut».
Beleuchtet werden Aspekte der historischen, internationalen Strohgeflechtindustrie mit Wohlen als «Weltstadt», als einem Zentrum der Fabrikation und des Handels von Strohgeflechtprodukten. Die Ausstellung spannt den Bogen zum Heute und zeigt aktuelles Hutschaffen, bietet einen Streifzug durch die Hutmodegeschichte und lässt heutiges Hutmachen ganz praktisch und konkret erleben.
Die Ausstellung zeigt ein Stück Industrie- und Kulturgeschichte in Sachen Stroh und Hut und macht deutlich, wie Hüte und Hutmachen heute wieder ein Thema sind.
Nebst dem historischen Teil legt die Schau ihren Schwerpunkt auf das Heute und die Praxis des aktuellen Hutmachens: Nach wie vor werden im Zuge eines Revivals Hüte in Handarbeit hergestellt. Die Modisterei, das (Kunst-)Handwerk des Hutmachens, knüpft einerseits an die traditionellen Techniken an und schafft andererseits mit neuen Materialien und heutigen Fertigkeiten Zeitgemäss-Aktuelles.
«Vom Halm zum Hut» gliedert sich in fünf attraktiv und grosszügig gestaltete Ausstellungs-Module:
- Geschichte, Rohstoffe, Produkte, Handelsbeziehungen
Das internationale Dreieck Schweiz–Italien–England (Wohlen–Florenz–Luton) - Menschen und Maschinen, Personen, Firmen, Zahlen
- Hutmodelle durch die Jahrzehnte
- Berufe und Prozesse des Hutmachens heute; praktische Anschauung in einem Modistinnen-Ateliers
- Aktuelle, eigens geschaffene Kollektion von «Hut-Couture» in einem märchenhaften Kontext
Gestaltet ist die Schau mit zahlreichen Fotografien und Texten, mit historischen Zeugnissen, Grafiken, Original-Objekten und Materialien, mit Ton- und Filmdokumenten – und natürlich nicht zuletzt mit Hüten zum Anfassen und Anprobieren.
Die Wanderausstellung «Vom Halm zum Hut» startet in der Wohler «Bleichi», an einem gleichsam historischen Ort, war die «Bleichi» doch einst Teil im Fabrikationsprozess für die Strohgeflechtindustrie – hier, in der Bleicherei, wurde dass Rohmaterial Stroh farblich veredelt.
Im Anschluss an die Präsentation in Wohlen wandert die dreisprachige (deutsch, italienisch, englisch) Ausstellung weiter nach Florenz, wo sie im Museo Marino Marini gezeigt wird (Juni/Juli 2010). Im einstigen englischen Strohhut-Zentrum Luton besteht eine weitere Option als Ausstellungsort für «Vom Halm zum Hut».
Konzipiert und realisiert wird «Vom Halm zum Hut» von einem Luzerner Projektteam mit Caroline Felber (Idee, Recherchen, www.huete.ch), Robi Müller (www.shape.to; Projektleitung, Recherchen), Martina Nievergelt (Szenografie), Jörg Grüniger (Graphic Design), Urs Hangartner (Recherchen, Redaktion), Kubik, Horw-Luzern (Bauten).
Als wertvolle Mitarbeiterin am Projekt konnte mit Veronica Main eine ausgewiesene Expertin gewonnen werden. Die Kuratorin für Kostüme und Textilien des Wardown Park Museum im britischen Luton erarbeitete aufgrund von zum Teil neu erschlossenen Quellen vor allem materialkundliche Aspekte in den Beziehungen zwischen Italien, England und der Schweiz.
Der Katalog zur Ausstellung erscheint dreisprachig Ende April als Sonderausgabe von «Handwerk», Informationsmagazin des Kurszentrums Ballenberg (www.ballenbergkurse.ch).
«Vom Halm zum Hut» wird unterstützt durch zahlreiche Institutionen, namentlich durch den Kanton Aargau und Pro Helvetia >>> Partner
Mit speziellem Dank an Rudolf und Jacques Isler, Freiämter Strohmuseum Wohlen.
Kontakt: robi@shape.to, hau@hispeed.ch, www.huete.ch








